Autor: Jörg Schweinitz
ISBN-13: 9783050086095
Einband: Ebook
Seiten: 340
Sprache: Deutsch
eBook Typ: PDF
eBook Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
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Film und Stereotyp
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Film und Stereotyp

Eine Herausforderung für das Kino und die Filmtheorie. Zur Geschichte eines Mediendiskurses
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Einleitung
TEIL I
Theorie des Stereotyps. Begriffe, Aspekte, Kontroversen
1. Das ,Stereotyp' in der Psychologie und in den Geisteswissenschaften
Konzepte des ,Stereotyps' im sozialpsychologischen Diskurs
Konzepte des ,Stereotyps' in der Sprach-, Literatur- und Kunstwissenschaft
Ähnlichkeiten und Differenzen der Konzepte. Vier Facetten
2. Einige Aspekte und Ebenen der Stereotypisierung des Films
Figur
Handlungswelt
Schauspiel, Bild und ein Seitenblick auf den Ton
Genre und Hybridgenre
3. Intellektueller Blick versus massenkulturelles Stereotyp
Koordinierungsleistungen für das kulturindustrielle Produkt
Vom Stereotyp besessen: Intellektuelle und konventionelle Formen des Populären
Wege der Emanzipation vom Stereotyp
TEIL II
Diskursgeschichte. Das Thema ,Stereotyp' im Wandel der Filmtheorie
4. Vorgeschichte: Walther Rathenaus Kulturkritik, Hugo Münsterbergs euphorisches Filmkunstkonzept und die Ausblendung des Stereotyps
5. Béla Balázs' neue visuelle Kultur, die sprachskeptische Tradition und Robert Musils Thematisierung des ,Formelhaften
Rettung vor der konventionellen Sprache: Die Mystifikation der Gebärde
Robert Musil und die Formelhaftigkeit des Visuellen
6. Die Konfektionsarbeit der Phantasiemaschine: Rudolf Arnheim, René Fülöp-Miller und der Diskurs zur ,Standardisierung' des Films
Amerikanismus, Rationalisierung, Filmkritik
,Standard' und ,Konfektion': Neue Metaphern der Filmkritik
Standard versus Kunstkonzept: Arnheim und Fülöp-Miller
Das Standard-Thema im Exil: Adorno, Arnheim und Panofsky
Standardisierung und Filmtheorie: Fazit
7. Das Stereotyp als intelligible Form: Cohen-Séat, Morin und die Semiologie
Stereotyp und kinematographische Sprache: Die Filmologen
Stereotype formieren Codes: Filmologie und Semiologie
8. Ironie und Verklärung: Der postmoderne Blick auf das Stereotyp
Das Lied vom Tod: Reflexivität und Selbstreferentialität
Uneigentlichkeit, doppelte Tonlage und die Verklärung des Gewöhnlichen
Teil III
Filmanalyse. Kritik und Verklärung - Fallstudien zu drei Filmen
9. McCabe und Buffalo Bill: zur kritischen Reflexion des Stereotyps in zwei Filmen Robert Altmans
Vom Scheitern des Individuums am Stereotyp: MCCABE AND MRS. MILLER
Kritik der Mythenproduktion: BUFFALO BILL AND THE INDIANS
10. Lust am Stereotyp und forciertes Doppelspiel: Das Schauspiel von Jennifer Jason Leigh in THE HUDSUCKER PROXY
Das akzentuierte Spiel mit dem Repertoire
Konstruktionen aus zweiter Hand
Am Film des Mainstream-Kinos wurde seit den 20er Jahren von Schriftstellern, Kunst- und Kulturkritikern, aber auch von den Theoretikern und Publizisten des Films immer wieder die Neigung zum Formelhaften, zu Klischees, zu konventionellen Bildern, wiederkehrenden Erzählmustern und Vorstellungswelten hervorgehoben. An ihr entzündeten sich vehemente Debatten. Jörg Schweinitz erfasst diese Tendenz mit dem Begriff Stereotyp - also mit einem Terminus, dem die Ambivalenz von Funktionalität und distanziertem kritischen Blick eingeschrieben ist. Er sichtet Stereotyptheorien von den verschiedenen Zweigen der Psychologie bis zur Sprach-, Literatur- und Kunsttheorie, um wesentliche Facetten filmischer Stereotypik theoretisch zu modellieren. Vor allem aber geht er der Frage nach, welche Denkweisen gegenüber der intellektuellen und ästhetischen Herausforderung durch das Stereotyp in den film- und kulturtheoretischen Debatten entwickelt wurden. Welche Konzepte dominierten unterschiedliche Phasen des Diskurses? Nachgezeichnet wird die Geschichte des filmtheoretischen Nachdenkens über ein Thema, das sich nahezu durch das gesamte 20. Jahrhundert zog. Autoren wie Hugo Münsterberg, Walther Rathenau, Béla Balázs, Robert Musil, Rudolf Arnheim, René Fülöp-Miller, Theodor W. Adorno aber auch Erwin Panofsky, Roland Barthes, Susan Sontag oder die Filmologen Gilbert Cohen-Séat und Edgar Morin sowie viele andere haben - hier gesichtete - Beiträge zum untersuchten Diskurs geleistet. Dieser begann mit fundamentaler Kritik und mündete schließlich in die postmoderne Lust am Stereotyp. In detaillierten Filmanalysen beschreibt das Buch schließlich, wie die Herausforderung durch das Stereotyp auch von den Filmemachern angenommen wurde. Es zeigt, dass ähnlich dem theoretischen Denken auch in Spielfilmen selbst verschiedene Modelle ästhetischer Anverwandlung von Stereotypen oder ihrer Selbstreflexion hervortreten - von früher ironischer Reflexion (bei Alexander Granowski), bewusster Abwendung (bei Roberto Rossellini), kritischer Dekonstruktion (bei Robert Altman in den 70er Jahren) bis zur Verklärung (bei Sergio Leone oder den Coen-Brothers). Entstanden ist die Geschichte sowohl eines theoretischen als auch eines kinematographischen Diskurses zu einem Jahrhundertthema des Kinos, das heute über den Film hinaus von allgemeinerem medienwissenschaftlichen Interesse ist.

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Autor: Jörg Schweinitz
ISBN-13 :: 9783050086095
ISBN: 3050086092
Verlag: Gruyter, Walter de GmbH
Größe: 22106 KBytes
eBook Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
eBook Typ: PDF
Seiten: 340
Sprache: Deutsch
Auflage 14001, 1. Auflage
Sonstiges: Ebook, x155x mm

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